6 Monate Mogli, und nichts läuft so wie geplant…

Wir sind nun seit ganzen 6 Monaten Halter eines Miniatursatansbraten und so langsam wird es Zeit, mal eine Bilanz zu ziehen. Es gab da nämlich ein paar Dinge, über die wir uns im Vorhinein Gedanken gemacht hatten, so etwas wie Richtlinien, die uns besonders wichtig waren und die wir für äußerst sinnvoll hielten. War ja klar, das bei so viel Nachgedenke und Planen der Moglibär in unser Leben trampeln musste, um uns ein paar der Rosa-Rote-Brille Gedanken mal ganz schnell aus dem Kopf zu schlagen.:

„Der Hund wird nicht auf der Couch liegen, und schon gar nicht in unserem sauberen Bett schlafen. Er hat schließlich seine eigenen Betten und Decken.“

 

Der Hund liegt NUR auf der Couch und NUR auf dem Bett, alles andere wäre für ihn auch wirklich mehr als unwürdig.

 

 

„Ich bleibe absolut standhaft, und lasse mich nicht von seinem Dackelblick verleiten, ihm etwas von meinem Essen zu geben.“

Weil ich ja ach so standhaft bin, rutscht mir hin und wieder (ganz unabsichtlich versteht sich) etwas vom Tisch oder fällt mir runter, und das darf der                                                                                     Hund dann ja haben, sonst wäre es Verschwendung.

 

 

„Ich werde sehr konsequent mit meinem Hund arbeiten.Ich bin der Halter, ich habe die Befehlsgewalt. Und nicht mein Hund geht mit mir Gassi, ich gehe mit meinem Hund.“

Tja, aber wenn der Moglibär nun mal partout nicht weitergehen will oder aber unter allen Umständen genau diesen Weg gehen will, dann lassen sich                                                                                       Frauchen oder Herrchen vielleicht mal dazu hinreißen, Moglis Wunschweg einzuschlagen.

 

 

„Mein Hund soll mich nicht manipulieren können.“

Aber schaut euch doch mal diesen Blick an, wer könnte da denn nein sagen wenn der Hund was will.

 

 

„Fellpflege ist äußerst wichtig und gebürstet wird mindestens einmal die Woche.“

Alle Labrador Besitzer unter euch jetzt mal ganz ehrlich. Nein, einfach nein. Was will man bei so einem Fell denn bitte auch bürsten ? Und wenn man                                                                                     nicht so genau hinsieht, sieht man die Haare in der Wohnung auch gar nicht.

 

 

„Ein paar Spielsachen sind wirklich genug, zu viele Sachen überfordern den Hund nur.“

Dazu sage ich einfach mal nichts, aber die Kiste, vollgestopft mit Moglis Spielzeug, würde sicher gerne ihren Senf dazu geben.

 

 

So ließe sich die Liste noch lange weiterführen, und vermutlich werde ich mich auch noch einmal damit befassen, was man sich so alles vorstellt und vornimmt, bevor man eine Fellkugel zu sich hohlt, und wie die Realität einem dann grausam und herzlos die Wahrheit vor Augen führt.: „Klar kannst du planen, dich vorbereiten und dir Gedanken machen. Aber dein Hund hat nun mal seinen ganz eigenen Plan, und den musst du erst einmal verstehen, dann akzeptieren, und DANN kannst du versuchen deinen Plan irgendwie mit seinem zu kombinieren. Pech gehabt, lieber Neuhundehalter.”

Aber, auch wenn natürlich nicht immer alles so läuft wie man es sich denn wünschen würde, und auch wenn wir garantiert noch einiges an Arbeit vor uns haben, kann man sich doch auch einfach mal selbst loben. Wir persönlich sind mit Mogli zufrieden, so wie er gerade ist und wenn wir mal ganz ehrlich sind, ist es auch viel toller, wenn der Hund mit auf der Couch kuscheln darf und was würde man eigentlich ohne den Dackelblick machen, dann wäre das Leben doch um einiges unflauschiger oder nicht ?

 

Gab es bei euch auch solche Vorstellungen, die dann grausam von der Realität zerstört wurden ? 😉

Danke fürs vorbeischauen,

 

Kira und Mogli

 

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